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Med I - Schwerpunkt Herz-Kreislauf Erkrankungen 

Resynchronisationstherapie

Eine besondere Form der Defibrillatorversorgung ist die Implantation sog. Resynchronisationssysteme (3-Kammer-Defibrillatoren). Bei fortgeschrittener Herzschwäche und zusätzlich bestehendem Linksschenkelblock im EKG kommen diese Systeme zum Einsatz. Beim Linksschenkelblock ziehen sich die beiden Hauptkammern nicht gleichzeitig zusammen. Um die Kontraktion wieder synchron ablaufen zu lassen, somit zu "resynchronisieren", werden neben der Elektrode in der rechten Vorkammer und in der rechten Hauptkammer, die bei jedem Schrittmachersystem zum Einsatz kommen, eine dritte Elektrode über das Venensystem des Herzens zur linken Herzkammer geführt. Da nun die rechte Vorkammer und die rechte und linke Kammer jeweils mit Elektroden "versorgt" sind, spricht man von 3-Kammer-Systemen. In unserer Abteilung werden fast ausschließlich 3-Kammer-Systeme mit ICD-Funktion implantiert, doch gibt es auch 3-Kammer-Schrittmacher ohne ICD-Funktion.
Die Implantation von Schrittmacher- bzw. ICD-Systemen ist nicht sehr aufwendig. Diese Art von Eingriffen wird in unserer Klinik täglich durchgeführt. Jährlich implantieren wir ca. 250 Schrittmacher und 150 Defibrillatoren. Die OP selbst wird in lokaler Betäubung durchgeführt. Über einen kleinen Schnitt unterhalb des Schlüsselbeins an der Schulter wird eine kleine Vene freigelegt, über die die Elektroden zum Herz geführt werden. Sollte die Vene zu klein sein, um eine oder mehrere Elektroden aufzunehmen, dann wird aus der OP-Wunde die große Vene unterhalb des Schlüsselbeines punktiert und die Elektroden hierüber in das Herz vorgeschoben. Das Aggregat des Herzschrittmachers bzw. des ICD wird unter der Haut eingeschoben, meist in den Brustmuskel hinein. Ein solcher Eingriff dauert meist ca. eine Stunde.

 


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