Medizinproduktesicherheit

Beauftragter für Medizinproduktesicherheit

Der Beauftragte für Medizinproduktesicherheit nimmt als zentrale Stelle in der Städtischen Kliniken Neuss - Lukaskrankenhaus - GmbH folgende Aufgaben für den Betreiber wahr:
Die Aufgaben einer Kontaktperson für Behörden, Hersteller und Vertreiber im Zusammenhang mit Meldungen über Risiken von Medizinprodukten sowie bei der Umsetzung von notwendigen korrektiven Maßnahmen, die Koordinierung interner Prozesse der Gesundheitseinrichtung zur Erfüllung der Melde- und Mitwirkungspflichten der Anwender und Betreiber und die Koordinierung der Umsetzung korrektiver Maßnahmen und der Rückrufmaßnahmen durch den Verantwortlichen nach § 5 des Medizinproduktegesetzes in den Gesundheitseinrichtungen.

Beauftragter für Medizinproduktesicherheit

Kay Winkler-Parciak
EMail medizinproduktesicherheit@lukasneuss.de

 

Einrichtungen intern

kinetiKIDS

Neues Schulungsprogramm für übergewichtige Kinder
Adipositas ist zu einem enormen Problem in westlichen Gesellschaften geworden. In Deutschland ist beinahe jedes fünfte Kind zwischen 11 und 13 Jahren übergewichtig oder sogar adipös. Die Folgeerkrankungen sind erheblich. Eine frühe Intervention bei Jungen und Mädchen mit Gewichtsproblemen ist von entscheidender Bedeutung.

Seit fünf Jahren bietet die Kinderklinik in Kooperation mit der TG Neuss und den niedergelassenen Kinderärzten das ambulante Schulungsprogramm „kinetiKIDS“ an. Übergewichtige Kinder ab acht Jahren werden zweimal pro Woche nachmittags von einem Team aus Kinderärzten, Sportlehrern, einer Psychologin, einer Ökotrophologin und einer Erzieherin betreut.

Viele Kinder, Jungen wie Mädchen, werden heute viel früher und viel stärker übergewichtig. Zuviel Energieaufnahme und zu wenig Bewegung sind die Ursachen, aber auch psychische oder soziale Probleme. Neben dem Schulungsprogramm bleiben die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung und werden durch die Eltern unterstützt. Ziel des Adipositasprogramms ist eine relative Gewichtsabnahme, eine Umstellung der Ernährung und insbesondere eine Veränderung des Lebensstils hin zu mehr Bewegung. Erste Daten weisen darauf hin, dass diese sanfte Art der Gewichtsreduktion kindgerechter und insbesondere nachhaltiger ist als kurzfristige Interventionen, vor allem dann, wenn die Familien einbezogen werden und die Schulung in Kleingruppen eingepasst in das gewohnte soziale Umfeld stattfindet.

Das Schulungsprogramm wird von Benedikta Mönchmeier, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Lukaskrankenhaus geleitet. Die Klinik für Kinder und Jugendliche wurde von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft als Therapieeinrichtung zertifiziert.

Flyer Schulungsprogramm kinetiKIDS

Adipositasschulung kinetiKIDS im Lukaskrankenhaus

Benedikta Mönchmeier
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Telefon: 02131-888 3501
kinetikids@lukasneuss.de

 

Zertifikat

Einrichtungen intern

Zentrallabor

Prof. Dr. Berndt Zur

Leitender Arzt des Zentrallabors
Facharzt für Laboratoriumsmedizin

Telefon: 02131 / 888 - 31 00
Telefax: 02131 / 888 - 31 99
bzur@lukasneuss.de



Das Zentrallabor ist für die labormedizinische Versorgung der ambulanten und stationären Patienten aller Kliniken des Lukaskrankenhauses und der Rheintor Klinik zu ständig. Darüber hinaus versorgt das Zentrallabor die Patienten mit Blutkonserven und anderen Spezialpräparaten, die vom Deutschen Roten Kreuz Blutspendedienst West in Breitscheid hergestellt und geliefert werden. Das Blutdepot des Lukaskrankenhauses und der Rheintor Klinik untersteht dem Leiter des Zentrallabors.

Rund eine Million labordiagnostische Untersuchungen werden jährlich im Zentrallabor des Lukaskrankenhauses ausgeführt. Die Analysen der höchst unterschiedlichen Proben bilden einen unerlässlichen Bestandteil für die Diagnose und Therapie der Patienten. Um das umfangreiche Untersuchungsspektrum der Labordiagnostik abdecken zu können, steht dem Zentrallabor eine moderne Ausstattung mit allen notwendigen Geräten zur Verfügung. Die Bandbreite der Untersuchungen und Analysen reicht von der klinischen Chemie über die Hämatologie bis zur Mikrobiologie.

Zum Bereich der klinischen Chemie gehören unter anderem Untersuchungen zur Bestimmung des Blutzuckers, des Fettstoffwechsels und zur Diagnostik des Herzinfarktes. Auch Untersuchungen zum Nachweis von Leberentzündungen (Hepatitis) sowie von Störungen der Nierenfunktion und des Eisenstoffwechsels gehören in das Gebiet der klinischen Chemie.

In der Immunologie werden spezielle Eiweiße im Blut oder im Urin untersucht. Diese sind von Bedeutung beispielsweise bei der Diagnostik von Allergien, entzündlichen Erkrankungen, Rheumatismus und angeborenen Immundefekten. Bei der Virusdiagnostik handelt es sich um den Nachweis von Viren oder Antikörpern gegen die entsprechenden Erreger. Auf diese Weise werden unter anderem die verschiedenen Formen der Leberentzündung (Hepatitis A, B und C) sowie Immunschwächekrankheiten wie HIV nachgewiesen.

Die Methoden der Tumordiagnostik beruhen auf der Tatsache, dass eine Vielzahl von Tumoren Zellen oder andere Stoffe ins Blut abgeben. Diese Stoffe sind in der Mehrzahl charakteristisch für bestimmte Tumore und eignen sich deshalb als Grundlage einer genauen Diagnose. Auf dieser Grundlage kann dann die Festsetzung der Therapie erfolgen. In der Hämatologie untersucht man Art und Anzahl der im Blut vorkommenden Zellen, zum Beispiel die roten und weißen Blutkörperchen. Diese Untersuchungen sind für alle entzündlichen Erkrankungen, bei Tumoren des Blutes (Leukämien) und zur Therapie von Tumoren anderer Organe, unerlässlich. Unter Hämostaseologie versteht man die Lehre von der Blutgerinnung. Zur Beurteilung der Gerinnungsfähigkeit werden verschiedene Gerinnungsfaktoren untersucht, denn auf diese Weise können angeborene oder erworbene Störungen der Blutgerinnung festgestellt werden. Außerdem sind diese Untersuchungen notwendig zur Kontrolle verschiedener therapeutischer Maßnahmen, beispielsweise bei der Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten. In der Blutbank schließlich werden die Blutgruppen bestimmt und auf eventuell vorhandene Antikörper untersucht. Außerdem wird hier die Verträglichkeit von Blutkonserven für den Patienten getestet.

In der Urin- und Stuhldiagnostik wird der Urin mit Teststreifen, mit dem Mikroskop und mit chemischen Methoden untersucht. Diese Untersuchungen dienen der Erkennung von Erkrankungen der Niere und der Leber sowie von Diabetes. Die parasitologische Diagnostik besteht überwiegend in der Untersuchung des Blutes auf Malariaerreger im Blut sowie Wurmeiern im Stuhl. In der Mikrobiologie werden beispielsweise Blut, Urin, Abstriche oder Stuhl auf das Vorhandensein von Bakterien untersucht. Nach dem Nachweis bakterieller Krankheitserreger wird darüber hinaus getestet, welche Medikamente (Antibiotika) für eine wirksame Therapie geeignet sind.

Einrichtungen intern

Zentrale Apotheke

Ulrich Quack
Leitender Apotheker
seit 1. Oktober 1998

Telefon: 02131 / 888 - 32 01
Fax: 02131 / 888 - 32 99
apotheke@lukasneuss.de


 

Krankenhausapotheke

Eine Krankenhausapotheke unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht von einer öffentlichen Apotheke, denn sie ist in erster Linie für die Versorgung der einzelnen Stationen des Krankenhauses mit Arzneimitteln, Infusionslösungen, Sondennahrungen, Röntgenkontrastmitteln und Desinfektionsmitteln zuständig. Nach den gesetzlichen Vorschriften dürfen an ambulante Patienten nur Arzneimittel abgegeben werden, soweit sie in den Ambulanzen des Krankenhauses verabreicht werden. Rezepte von niedergelassenen Ärzten dürfen leider nicht eingelöst werden und es dürfen auch keine Medikamente an Privatpersonen verkauft werden.

Die gemeinsame Zentrale Apotheke für das Lukaskrankenhaus und die Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach befindet sich seit 1. Februar 2000 auf dem Gelände und in der Trägerschaft des Lukaskrankenhauses. Der Betrieb entstand aus den zuvor getrennten Apotheken der beiden Häuser und verfügt über 20 Arbeitsplätze für Apotheken-Fachkräfte. In beiden Häusern zusammen gibt es zurzeit 1.300 Betten und es werden täglich rund 150 verschiedene medizinische Empfangsstellen versorgt.

Die Arzneimittelkommission des Krankenhauses wählt aus dem schwer überschaubaren Angebot der in Deutschland zugelassenen Fertigarzneimittel rund 1.000 Medikamente aus, die für eine auf aktuellen Therapiestandards beruhende Arzneimitteltherapie im Krankenhaus benötigt werden. Sie prüft Therapiealternativen unter medizinischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten und leistet damit einen Beitrag zur Einhaltung des Budgets. Gibt es mehrere Hersteller für ein Medikament mit gleichem Inhaltsstoff, erfolgt die Auswahl nach qualitativen und ökonomischen Gesichtspunkten.

Das Herzstück der Zentralen Apotheke ist eine roboterartige Arzneimittel-Kommissionieranlage. Da die Planung der Zentralen Apotheke mit Blick in die Zukunft erfolgte, können künftig weitere Aufgaben oder die Versorgung anderer Krankenhäuser in der Region übernommen werden. Dies wird unter den veränderten ökonomischen Bedingungen bald eher die Regel als die Ausnahme sein, da eine solche Kooperation gut und kostengünstig zu realisieren ist.

kommissionieranlage 1

Laufband der Kommissionierungsanlage

kommissionieranlage 2

Kommissionierungsanlage

Arzneimittelherstellung

Zu den besonderen Aufgaben der Apotheke gehört in Krankenhäusern von der Größe des ‚Lukas‘ die Zubereitung von Zytostatika-Infusionen. Zytostatika sind Medikamente zur Behandlung von Krebsleiden. Da sie zellwachstumshemmend wirken, erfolgt die Vorbereitung zur Anwendung aus Gründen des Personalschutzes in einer besonderen Werkbank mit Luftfiltern (Laminar-Flow-Bank). Zum Schutz der Patienten vor Keimen steht diese in einem Raum, der so steril wie ein OP ist. Dort werden Mischungen angefertigt, die nach Angaben der Ärzte genau auf den einzelnen Patienten abgestimmt sind. Mehrfache Kontrollen schließen Irrtümer aus. Optimale Sicherheit für das Personal und Therapiesicherheit für den Patienten werden dadurch erreicht, dass die erforderlichen technischen Einrichtungen an einer zentralen Stelle des Krankenhauses installiert sind und spezialisierte Apothekenmitarbeiter die Zytostatika zur Anwendung herrichten.

Außerdem werden in der Apotheke Infusionslösungen zur parenteralen Ernährung von Frühgeborenen hergestellt, da es diese Produkte nicht in individuell geeigneter Form aus industrieller Produktion gibt. Für deren Herstellung gibt es einen gesonderten Reinraum, in dem nach Hygienerichtlinien wie in einem OP gearbeitet wird und in dem Reinraumtechnik für Sterilität sorgt. Speziell geschultes pharmazeutisches Personal arbeitet in diesen Sterilbereichen in Spezialkleidung.

Unsere Krankenhausapotheke stellt darüber hinaus weitere Arzneimittel her, die für spezielle Anwendungen im Krankenhaus benötigt werden. Viele dieser Medikamente werden von der pharmazeutischen Industrie nicht hergestellt. Besonders häufig sind niedrig dosierte Arzneimittel für Kinder nicht als Fertigarzneimittel verfügbar. Die individuell hergestellten Arzneimittel enthalten die Wirkstoffe in kind- und altersgerechter Dosierung.

Klinisch-Pharmazeutische Leistungen

Durch das Angebot weiterer pharmazeutischer Dienstleistungen trägt die Apotheke wesentlich zur Sicherung von Qualität und Wirtschaftlichkeit der Arzneimitteltherapie in den beiden angeschlossenen Krankenhäusern bei.

Wir informieren und beraten Ärzte sowie Pflegepersonal neutral und firmenunabhängig über Fragen zu Arzneimitteln.

Die Apotheke ist an der Erarbeitung von klinikinternen Therapieleitlinien in der Arzneimittelkommission in Zusammenarbeit mit den Ärzten beteiligt.

Mitarbeiter der Apotheke besuchen alle Stationen der versorgten Krankenhäuser sowie die versorgten Rettungsdienste.

Wir begleiten Klinische Studien von Arzneimitteln im Rahmen von Neuzulassungen und Zulassung neuer Anwendungsgebiete. Dazu gehören die Entgegennahme und sachgerechte Lagerung der Studienware, die Kontrolle der Lagerbedingungen, die patientenindividuelle Zubereitung der Studienware, die Verblindung der Arzneimittel, die Dokumentation der patientenbezogen abgegebenen Arzneimittel und gegebenenfalls die Entsorgung nicht eingesetzter Studienware.

Aus- und Weiterbildung sowie Informationsbeschaffung

Die Gemeinschaftsapotheke ist anerkannte Weiterbildungsstätte für Klinische Pharmazie.

Eine besondere Anerkennung erfuhren die Mitarbeiter der Zentralen Apotheke von der Apothekerkammer: Diese beauftragte sie mit der Funktion einer Regionalen Arzneimittelinformationsstelle (AIS) für pharmakologisch-wissenschaftliche Fragen. An die AIS können sich andere Apotheken, aber auch Behörden, Selbsthilfegruppen oder Medienvertreter im Raum Düsseldorf – Mönchengladbach – Neuss wenden. Dieser Auftrag der Apothekerkammer ist nicht nur eine Bestätigung der fachlichen Qualifikation, sondern trägt auch zum guten Image der Apotheke des Lukaskrankenhauses bei.

 

pe labor

Arbeitsraum mit Laminar-Flow-Bank

Hygienegeschichte

Geschichtlicher Wandel
in der Hygiene

  • Hygiene [griech.] (Gesundheitslehre), Fachgebiet der Medizin; die Lehre von der Gesundheit einschließlich Gesundheitspflege und Gesundheitsfürsorge sowie die dafür getroffenen Maßnahmen, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Mensch und seiner belebten und unbelebten Umwelt befasst.
  • Die Geschichte der Hygiene reicht in Zeiten zurück, in denen die ersten Zivilisationen erkennbar sind. Anhand von Knochenfunden, aber auch bei Untersuchungen von Mumien wurden Keime festgestellt, die in der Lage waren, Organismen zu zerstören. Überreste von Menschen zeigten, dass auch der Frühmensch mit Krankheiten zu kämpfen hatte (s. Özi - laut Aussage der Wissenschaftler litt er an Parasitenbefall).
  • Berühmt war Ägypten wegen seiner Ärzte. In den Schriften des Pharaos Sahure 2400 v. Chr. sind Diagnosen und Rezepte enthalten.
  • Der älteste erhaltene medizinische Text ist ein gynäkologisches Traktat (um 1900 v. Chr.).
  • In früheren Kulturstufen wurden Krankheiten als Strafe Gottes angesehen. Deshalb wurden Schriften mit Geboten und Verboten verfasst. In ägyptischen Schriftrollenetwa  waren Vorschriften, Gebote und Verbote zur Gesundheitslehre enthalten.
  • In China existieren Tafeln, die Krankheiten und deren Behandlung enthalten.
  • Texte zur Gesundheitslehre enthalten aber auch religiöse Schriften wie der Talmut, der Koran und das Alte Testament (Beispiel: das Händewaschen vor der Mahlzeit bzw. das Verbot, Schweinefleisch zu essen (Trichinen) usw.).

Bekannte Schriften zur Gesundheitslehre bzw. zur Hygiene sind:

  • Die hl. Schrift der Perser 1000-300 v Chr. "Aresta".
    Hier ist Medizin in der Religion verankert.
  • In altindischer Kultur ca. 1500 v. Chr. wird Hygiene betrieben, die von der Priesterschaft gehütet wird.
  • Hippokrates, * auf Kos um 460v. Chr.
  • Larissa (um 370v. Chr., griech. Arzt)
    gilt als Begründer der Medizin, als Erfahrungswissenschaft aufgrund unbefangener Beobachtungen und Beschreibungen der Krankheitssymptome und einer kritischen, spekulationslosen Diagnostik. Der hippokratische Eid ist noch heute Vorbild des Ärztegelöbnisses.
  • Diokles v. Karystos, Schüler des Aristoteles, Anhänger des Hippokrates, berichtet in seinen Werken über die Chirurgie, anatomische Untersuchungen, über Hygiene und Heilkräuter.

Lange bevor Krankheitskeime nach unserem heutigen Stand bekannt waren, vermutete man, dass krankmachende Ausdünstungen des Bodens zu Krankheiten führten.

  • Mi|s|ma [gr.; "Besudelung, Verunreinigung"] das; -s, ...men: (nach überholter Anschauung) Krankheiten auslösender Stoff in der Luft oder in der Erde; [aus dem Boden ausdünstender] Gift-, Pesthauch.

 

  • Moses am Berg Horeb/Sinai in der Thora verpflichtete als konstitutiver Erwählungsakt das (Gottes-)Volk kollektiv zu religiöser und sozialer Solidarität. Um diesen Erwählungs- und Sendungsauftrag zu erfüllen, muss der Offenbarungsinhalt ›rein‹ bewahrt werden. Die deshalb notwendige  Abgrenzung wird durch zahlreiche Vorschriften und Bräuche (v.a. Speisevorschriften, Beschneidung, Sabbatfeier) garantiert. Moses hat in seinen Gesetzgebungen Bestimmungen über Absonderungen von "Aussätzigen sowie über Reinigungsmaßnahmen für Kleidung und Wohnung" verfügt
  • Galen (lat. Claudius Galenus), *Pergamon (Kleinasien) 129, † Rom 199 n. Chr., röm. Arzt griech. Herkunft.
    Neben Hippokrates der bedeutendste Arzt der Antike; schuf ein umfassendes System der Medi-zin, das mehrere Jh. die Heilkunde beherrschte. Er hatte erstmals die Erkenntnis , daß Hygiene der Krankheitsverhütung dient.
  • Avicenna [...tsena] (arab. Ibn Sina), *Afschana bei Buchara um 980, † Hamadan 1037, pers. Phi-losoph und Arzt. Entwickelte in 3 großen philos. Werken den Aristotelismus, speziell in seiner neuplaton. Fassung. Sein medizin. Handbuch >Kanon der Medizin> war 700 Jahre lang bis zum Beginn moderner Medizin unbestrittene Autorität.
  • Neben der Heilkunde eroberte sich die Gesundheitslehre ihren Platz. Dies wurde insbesondere durch die im Kloster lebenden Mönche gelebt, die auch für die Weitergabe dieser Lebensweise sorgten.

Erste soziale Sicherheiten auch im Gesundheitswesen wurden erzwungen mit der:

  • Magna Carta (M. C. libertatum >große Urkunde der Freiheiten< engl. The Great Charter), am 15.6. 1215 zw. König Johann ohne Land und Vertretern der Aufständischen, Barone sowie der Kirche abgeschlossener Vergleich. Die Forderungen der Aufständischen betrafen im wesentlichen die rechtliche Sicherung der Vasallen (u.a. gegen Missbrauch der königlichen Justiz und der lehnsrechtlichen Verpflichtungen).
  • "Goldene Bulle" Karl IV. (1346-78) erhob Böhmen zum Kernland des Reiches. Die Goldene Bulle (1356) gewährleistete festgelegte Regeln der Königswahl und schuf mit der Sicherung der Vorzugsstellung der Kurfürsten eine starke Klammer des Reichsverbandes.Insbesondere beinhaltete der "Goldene Bulle" eine der ersten Regelungen im öffentlichen Gesundheitswesen

Weiterentwicklung (Mittelalter)

  • Die Erkrankung durch Infektionen im Zusammenhang eines Krankenhausaufenthaltes ist so alt wie die Einführung des Krankenhauses als Institution.
  • Vor 1495 fand medizinische Behandlung und die Pflege der Kranken zu Hause statt.
  • Venedig 1486 Eine erste Hygieneverordnung regelte die Lebensmittelhygiene und Beaufsichtigung der Krankenhäuser (Magistratio dells Sanita)
  • Paracelsus, Philippus Theophrastus, eigtl. Philipp Aureolus Theophrast Bombastus von (ab) Hohenheim, *Einsiedeln 1493, †Salzburg 1541, Arzt, Naturforscher und Philosoph schwäbischer. Abkunft. In seinen Veröffentlichungen bekämpfte er die Schulmedizin und strebte eine grundlegende Reform der Medizin an. Seine medizinischen Werke galten unter anderem der Syphilis und deren Therapie, den Berufskrankheiten der Berg- und Hüttenarbeiter, der Chirurgie und Wundbehandlung sowie einer allgemeinen Lehre von den Krankheitsursachen. Er verfasste auch theologische, religionsphilosophische und sozialpolitische Schriften.
  •  Johann v. Gott gründete 1540 eine karitative Vereinigung zur Betreuung von Kranken.
  • Im Julius-Spital Würzburg wurden 1576 erstmalige Isolierung von Infektionskrankheiten isoliert.
  • Im 17. Jahrhundert waren die meisten Hospitäler reine Pfründnerhäuser. Eine Trennung zwischen heilbaren Kranken, Siechen, Bettlern und Landstreichern fand nicht statt.
  • Im 18. Jahrhundert entwickelte sich eine ganz neue Vorstellung von Krankenhaus. Heilbare Kranken wurden jetzt aufgenommen und von den übrigen getrennt untergebracht. Später wurden nur noch heilbare aufgenommen. Wiezuvor traten neben medizinischen und sozialen auch hygienische Probleme auf. Auslöser war wohl die hohe Letalitätsrate der Patienten. Angesicht der Verhältnisse war es nicht verwunderlich, dass fast jeder 3. Patient bei einer Wundinfektion starb. Ohne das Wissen um die Ursache der Erkrankung galt vor allem die Bekämpfung der Kontagien und Miasmen im Mittelpunkt. Man beseitigte erstmals Fäkalien, sorgte für die Belüftung von Krankenzimmern und die Verwendung von Frischwasser (Virchow). In dieser Zeit beschränkte sich die Bekämpfung der Krankenhausinfektionen,(mangelnde Kenntnisse in der Ätiologie) auf Maßnahmen, die nicht sehr erfolgreich waren.

  • Vor drei Jahrhunderten (1632) hatte ein Mann Namens Antony van Leeuwenhoek als erster eine geheimnisvolle neue Welt entdeckt, eine Welt bevölkert mit vielen tausend Arten winziger Lebewesen. Einige davon bösartig, andere davon nützlich und hilfreich.
  • Leeuwenhoek, Antonie van [niederl. le:wenhu:k], *Delft 24.10. 1632, ebd. 26.8. 1723, niederl. Naturforscher. Entdeckte mit Hilfe selbstkonstruierter Mikroskope u.a. die Infusorien (1674), Bakterien (1676) und Spermien (1677) sowie die roten Blutkör-perchen (1673/74).
  • Geschichte Bakterien wurden erstmals 1676 von A.van Leeuwenhoek unter seinem selbstge-bauten Mikroskop beobachtet.
  • Lazzaro Spallanzani ca. 1729 als zweiter Mikrobenjäger
  • Pasteur im 1900 Jahrhundert

19. Jahrhundert

  • Pasteur, Louis [frz. pastœ:r], *Dole 27.12. 1822, †Villeneuve-l'Etang bei Paris 28.9. 1895, frz. Chemiker und Mikrobiologe. Entdeckte an den Salzen der Weinsäure die opt. Isomerie und schuf die Grundlagen für die Stereochemie und Polarimetrie. Ab 1854 beschäftigte sich P. mit der alkohol. Gärung und entdeckte, dass sie stets von Mikroorganismen hervorgerufen wird und dass Erhitzen zur Abtötung von Mikroorganismen führt (Pasteurisieren). Auch bei Tierkrankheiten sowie bei Sepsis und eitrigen Erkrankungen erkannte P. Mikroorganismen als Ursache und entwickelte ab 1881 Impfstoffe gegen Geflügelcholera, Schweinerotlauf und Milzbrand. Aus dem Rückenmark tollwütiger Tiere gewann P. einen Impfstoff gegen Tollwut, den er 1885 erstmals erfolgreich erprobte.
  • Lugol erstmalige Anwendung von Jodlösung
  • Semmelweis, Ignaz Philipp (Ignác Fülöp) [.tsemelvais, ungar. tsemelva:js], *Ofen (=Budapest) 1.7. 1818, †Döbling (=Wien) 13.8. 1865, ungar. Gynäkologe.
    Erkannte die Ursache und Ansteckungsweise des Kindbettfiebers und empfahl die Desinfektion als Vorbeugemaßnahme.
  • Crede 1848 entdeckte die keimhemmende Wirkung von Kupfer, Silber und Quecksilber (Cre-de’sche Prophylaxe bei Neugeborenen).
  • Hansen 1874 wies G.H.A.Hansen mit dem Lepraerreger zum erstenmal ein Bakterium nach, das eine spezifische Krankheit verursacht.
  • Robert Koch
  • Tuberkelbakterium [lat./griech.] (Tuberkelbazillus), gemeinsprachl. Bez. für den (leicht kultivierbaren) Erreger der menschl. Tuberkulose und der Rindertuberkulose. Wurde 1882 von R. Koch entdeckt und isoliert.
  • Pettenkofer, Max von (seit 1883), *Lichtenheim bei Neuburg a. d. Donau 3.12. 1818, †München 10.2. 1901 (Selbstmord), dt. Hygieniker. Begründer der experimentellen Hygiene; betonte die Abhängigkeit der Seuchenentstehung von der Beschaffenheit der menschl. Umgebung (bes. von Bodenverunreinigungen und Grundwasserstand).
    Gründete die moderne Hygiene.
  • 1888 Fürbringer setzte 80%igen Alkohol zur Chirurgischen Händedesinfektion ein
  • von Behring 1890 entdeckte ein Heilserum gegen Diphterie
  • Lister, Joseph, Baron L. of Lyme Regis (seit 1897) [engl. liste], *Uptonhouse bei London 5.4. 1827, †Walmer bei Dover 10.2. 1912, brit. Chirurg. Begründer der antisept. Wundbehandlung.
  • Virchow, Rudolf [virçSo], *Schivelbein bei Belgard (Persante) 13.10. 1821, †Berlin 5.9. 1902, dt. Mediziner und Politiker. Prof. ab 1856 in Berlin, grundlegende Untersuchungen v.a. zur patholog. Anatomie (u.a. Geschwulstforschung, Entzündungslehre). Begründete die Zellularpathologie, stand deshalb der aufkommenden Bakteriologie (R. Koch u.a.) zunächst skept. gegenüber; Vorkämfer der Hygiene (Desinfektion, Kanalisation u.a.); auch Arbeiten zur Anthropologie und Vorgeschichte.
  • Ehrlich, Paul, *Strehlen (Schlesien) 14.3. 1854, †Bad Homburg v.d.H. 20.8. 1915, dt. Mediziner. Entdeckte als Schöpfer der Chemotherapie zus. mit S. Hata das Salvarsan zur Behandlung der Syphilis; erhielt 1908 zus. mit I. Metschnikow den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Mitarbeiter am Hygiene Institut Robert Koch
  • Behring, Emil von (seit 1901), *Hansdorf (Westpreußen) 15.3.1854, †Marburg 31.3.1917, dt. Bakteriologe. Begründer der Serumheilkunde und Mitbegründer der Immunitätslehre; stellte als erster Seren gegen Diphtherie und Tetanus her. Wurde 1893 Professor f. Hygiene an d. Uni Halle 1895 Leit. d. Hygiene Institut Uni Marburg

20. Jahrhundert

  • Fleming, 1) Sir (ab 1944) Alexander, *Farm Lochfield (bei Darvel) 6.8. 1881, †London 11.3. 1955, brit. Bakteriologe. Erhielt für die Entdeckung und Erforschung des Penicillins zus. mit H.W. Florey und E.B. Chain 1945 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin
  • Domagk, Gerhard [do:mak], *Lagow bei Zielenzig (Polen) 30.10. 1895, †Burgberg (=Königsfeld im Schwarzwald) 24.4. 1964, dt. Pathologe und Bakteriologe. Führte die Sulfonamide in die Chemotherapie der bakteriellen Infektionen ein (zus. mit F. Mietzsch und J. Klarer) und entwi-ckelte u.a. Tuberkulostatika; 1939 Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
  • Robert-Koch-Institut, 1891 als Institut für Infektionskrankheiten gegr. und zuerst von R. Koch geleitetes Institut in Berlin, das sich v.a. mit der Erforschung ansteckender Krankheiten bzw. deren Erreger sowie mit der Bekämpfung und Heilung dieser Krankheiten befasst; seit 1952 Teil des Bundesgesundheitsamt heute wieder RKI = Robert-Koch-Institut.

Mit der Entdeckung verschiedener Keime, deren Übertragung, sowie die Entwicklung der Gegenmittel (Seren), kam es zu einer Zurückdrängung empfindlicher Keime; als nun dominanter Keim entwickelte sich der Staph. aureus. Mit der Eindämmung des Staph. aureus , entwickelten die Enterobakterien ihre Dominanz aus.

  • Dass Bakterien Keime sind, die sich in unserer heutigen Zeit und den dazu gehörigen Chemotherapeutika anpassen können, zeigt sich am Bild des Keimspektrums in unseren Krankenhäusern (siehe MRSA, ESBL).
  • Das ist einer der Gründe, welcher bis heute unsere Wissenschaft beschäftigt.
  • Ein weiterer Aspekt ist, dass immer wieder neue Keime gefunden werden, welche die Menschheit bedrohen z. B. wie das AIDS - Virus , entdeckt: 1983
  • Professor Dr. Luc Montagnier
    ist der bekannteste zeitgenössische Pasteur-Forscher. Als Entdecker des AIDS-Virus (1983) leitet er heute die Abteilung "AIDS und Retroviren" des Pasteur-Instituts. Der 62jährige unermüd-liche Streiter gegen die "Pest des 20. Jahrhunderts" weiß, daß es dagegen nur einen Schutz gibt, nämlich das Präservativ. Luc Montagnier zeigt sich über die Ausbreitung der Seuche in den südlichen Ländern besorgt.

Helikobacter pylori 1983 Robbin Warren / Barry Marshall

  • Es schien eine Ärztekonferenz wie tausend andere zu werden - doch dann hielt die Medizinwelt den Atem an: Im September 1983 kletterte der junge Australier Barry Marshall auf das Podium eines internationalen Kongresses in Brüssel und verkündete Ungeheuerliches.
    Die versammelten Professoren könnten getrost alles vergessen, was sie über Magengeschwüre gelernt und gelehrt hätten. Nicht Stress, Nikotin oder Übergewicht seien für das Volksleiden ver-antwortlich, sondern das Bakterium Helicobacter pylori, das er ein Jahr zuvor mit seinem Landsmann Robin Warren entdeckt habe.
    Warren schlugen Hohn und Spott entgegen, doch er ließ sich nicht beirren. Geduldig forschte er weiter nach dem Zusammenhang zwischen den Bakterien und Magengeschwüren. Mit dem 14 Jahre jüngeren Barry Marshall wurde ihm Anfang der 80er Jahre der ideale Partner an die Seite gestellt. Das australische Forscher-Duo erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen.

Creuzfeld-Jakob-Erkrankung 1993 Dr. Prusiner, Entdecker der Prionen

  • 1993 erstmalige Veröffentlichung der Hypothese, dass die Creuzfeld-Jakob-Erkrankung möglicherweise durch ein Prion übertragbar ist. Seit 1996 schon geht der Rinderwahnsinn um. 1995 entdeckten Ärzte die tödliche Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

21. Jahrhundert

Entdecker des BSE-Infektionswegs

  • Prof. Adriano Aguzzi wurde 2003 ausgezeichnet!
    Die Robert-Koch-Stiftung hat den mit 65.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis an den Neuropathologen Prof. Adriano Aguzzi, Zürich, verliehen.

SARS (Akute Atemnotsyndrom) 2003

  • Italienischer Arzt Dr. Carlo Urbani, Carlo Urbani (* 19. Oktober 1957 in Castelplanio in der Provinz Ancona, † 29. März 2003) war ein italienischer Arzt, der als erster das "Schwere Akute Atemnotsyndrom" (SARS) als Krankheit erkannte, ist selbst mit 46 Jahren an dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom gestorben.

Quellen:
Meyers Lexikon
Duden
Wissen.de
Wikipedia

Einrichtungen intern

Hygienemanagement und Infektionsprävention

Im Bereich Hygienemanagement und Infektionsprävention arbeitet ein Team aus Spezialisten, die sich zur Aufgabe gemacht haben, das Hygienebewusstsein und das Hygienemanagement in unserem Krankenhaus zu verbessern.
Das Team besteht aus Hygienebeauftragten Ärzten aus allen klinischen Bereichen, Hygienefachkräften und Hygienebeauftragten in der Pflege. Unterstützt wird das Team durch einen Krankenhaushygieniker und die Hygienekommission des Lukaskrankenhauses. Die Hygienekommission besteht aus Vertretern aller Bereiche und Berufsgruppen. Herr Prof. Dr. Tobias Heintges leitet als Ärztlicher Geschäftsführer die Hygienekommission.

Wer sind wir?

Ein Team, das sich zur Aufgabe gemacht hat, das Hygienebewusstsein und das Hygienequalitätsmanagement in unserem Hause zu verbessern.

Was wollen wir?

Wer das Ziel kennt, kann entscheiden.
Wer entscheidet, findet Ruhe.
Wer Ruhe findet, ist sicher.
Wer sicher ist, kann überlegen.
Wer überlegt, kann verbessern. Konfuzius

Wir möchten

  • Qualität in unserem Haus erhöhen
  • die Hygiene optimieren
  • die Hygiene transparenter machen
  • viele kompetente Ansprechpartner einbeziehen

Welche Aufgabe haben wir?

  • die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen
  • die Qualität in unserem Haus zu erhöhen und zu sichern
  • allen Mitarbeitern beratend zur Seite stehen
  • Vorsorge und Vorbeugung von nosokomialen Infektionen
  • enge Zusammenarbeit mit Behörden z.B. Gesundheitsamt, Veterinäramt, Bezirksregierung und dem RKI usw.

Unsere Strategie

Strategische Ausrichtung und Verankerung der Hygiene in der obersten Hierarchieebene, im Betriebskonzept, im Leitbild des Lukaskrankenhauses und in kurz-, mittel- und langfristigen Unternehmenszielen.

Unser Ziel

  • dass keine Gesundheitsschäden, insb. Infektionen, auftreten
  • auftretende Gesundheitsschäden und Infektionen so zeitnah wie möglich zu erkennen.
  • Infektionen so rasch wie möglich unter Kontrolle zu bringen, so dass die Weiterverbreitung verhindert werden kann - RKI 1999
  • Wir wollen ein anerkanntes Team in der Hygiene und Infektionsprävention sein, mit dem Ziel, die Patienten vor (nosokomialen) Infektionen zu schützen und Infektionskrankheiten nach bestem Wissen und Gewissen therapieren

Dabei wird unser Ziel als eine konkrete Erreichbarkeit einer besseren Zukunft verstanden.

Im Leben gibt es keine Lösungen. Es gibt nur Kräfte, die in Bewegung sind. Man muss sie erzeugen - und die Lösungen werden folgen. Antoine de Saint-Exupéry

Zur Hygienekommission gehören:

Herr Prof. Dr. med. Tobias Heintges

Ärztlicher Geschäftsführer

 

Aufgaben:

  • Vorsitzender der Hygienekommission
  • Verantwortung für den Gesamtbereich des Krankenhauses
  • Sicherstellung der Krankenhaushygiene
  • Verantwortlich für Aus- und Fortbildung der Ärzte und Heil-/Hilfsberufe auf dem Gebiet der Hygiene
  • Verantwortlich für die Einhaltung der Meldepflicht an entsprechende Behörden

 

Hygienebeauftragte Ärzte

 

Aufgaben:

  • Zusammenarbeit mit dem Krankenhaushygieniker bzw. der Hygienefachkraft bei der Überwachung der Krankenhaushygiene und krankenhaushygienischen Maßnahmen
  • Unterrichtung der Ärzte und Krankenschwestern bzw. -pfleger der entsprechenden Bereiche über Verdachtsfälle und Beratung bei möglichen Hygienemaßnahmen
  • Mitwirkung bei epidemiologischen Untersuchungen und bei Bekämpfungsmaßnahmen
  • Mitwirkung bei der Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für alle Mitarbeiter
  • Mitwirkung bei der thematischen Vorbereitung der Hygienekommission
  • Mitwirkung bei der Zusammenarbeit mit allen verantwortlichen Mitarbeitern der verschiedenen Krankenhausdienste bei der Sicherstellung der Krankenhaushygiene

Karola Martens (Teamleitung), Jana Jagnow, Natalie Jerg, Anja Dongowski
Hygienefachkräfte

Aufgaben:

  • Zusammenarbeit mit dem Krankenhaushygieniker bzw. Hygienebeauftragten bei der Überwachung der Krankenhaushygiene und krankenhaushygienischen Maßnahmen
  • Aufdeckung von Krankenhausinfektionen durch
    regelmäßige Besuche auf Stationen und Einsicht in alle wesentlichen klinischen und mikrobiologischen Unterlagen
  • Unterrichtung der Ärzte und Krankenschwestern bzw. Krankenpfleger der entsprechenden Bereiche über Verdachtsfälle und Beratung bei möglichen Hygienemaßnahmen
  • Mitwirkung bei epidemiologischen Untersuchungen und bei Bekämpfungsmaßnahmen
  • Aufzeichnung der Daten bzgl. Krankenhausinfektionen nach Häufigkeit und Art der Erkrankung, Erreger, Resistenzspektren, Lokalisierung auf bestimmte Bereiche
  • Infektionserfassung entsprechend der RKI Richtlinie
  • Schulung des Personals mit praktischen Anleitungen
  • Ermittlung des Hygienestandards
    -im pflegerischen Bereich
    -diagnostischen Bereich
    -therapeutischen Bereich
    -versorgungstechnischen Bereich
  • Beratung in Fragen der
    -Reinigung , Desinfektion u. Sterilisation
    -Patientenisolierung u. Infektionsprophylaxe
    -Pflegetechniken aus hygienischer Sicht
    -Abfallentsorgung
  • Dokumentation aller hygienerelevanter Vorkommnisse nach § 23 des Infektionsschutz-gesetz. Erfassung von nosokomialen Infektion z.B. MRSA, ESPL usw.
  • Mitwirkung bei
    -Anschaffung und Einsatz von Desinfektionsmitteln
    -Anschaffung und Einsatz von Einmalartikeln
    -Anschaffung und Einsatz von technischen und medizinischen Geräten, soweit hygienische Relevanz besteht
    -Planung von techn. Einrichtungen
    -Bau- und Umbauplanungen
    -Erstellung von Abfallbeseitigungskonzepten
  • Zusammenarbeit mit allen verantwortlichen Mitarbeitern der verschiedenen Krankenhaus-dienste bei der Sicherstellung der Krankenhaushygiene
  • Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für alle Mitarbeiter
  • Eigene Fortbildung
  • Thematische Vorbereitung der Hygienekommission
  • Anleitung von Praktikanten im Rahmen der Ausbildung zur Hygienefachkraft
  • Durchführung und/oder Veranlassung von Umgebungsuntersuchung

Einrichtungen intern

Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe im
Rhein-Kreis Neuss

Das Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe im Rhein-Kreis-Neuss vereinigt die früher selbständigen Krankenpflegeschulen der beiden Kreiskrankenhäuser Dormagen und Grevenbroich mit der des Lukaskrankenhauses. Das Institut hat seinen Betrieb am
1. September 2006 am Standort "Carossastraße" aufgenommen und bildet zum/zur Gesundheits- und KrankenpflegerIn, zum/zur Gesundheits- und KinderkrankenpflegerIn sowie zur Gesundheit- und Krankenpflegeassistenz plus Seminarmanagement aus. Darüber hinaus sind wir Studienzentrum der Steinbeis Hochschule Berlin und ermöglichen unseren Auszubildenden ein duales Studium zum "Bachelor of Arts in Healthcare".

Hier gelangen Sie zur Homepage

Hier gelangen Sie direkt zum Seminarmanagement

logo-steinbeis-hochschule

 

 

Einrichtungen am Lukaskrankenhaus

Arbeitsmedizinischer Dienst am Lukaskrankenhaus

Dr. Manfred Gedik
Leitender Arzt des Arbeitsmedizinischen Dienstes

Telefon: 02131 / 888 - 7150
Fax: 02131 / 888 - 7198
gedik@dr-gedik.de

 

 


Jedes erfolgsorientierte Unternehmen hat ein vitales Interesse daran, die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ohne gesunde und motivierte Mitarbeiter ist die Steigerung von Qualität und Produktivität und damit des Erfolgs eines Unternehmens nicht denkbar. Die Arbeitsmedizin dient als präventivmedizinisches Fach diesem Ziel. Sie dient der Vorbeugung, Erkennung und Begutachtung arbeits- und umweltbedingter Erkrankungen und trägt zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen bei.

Die rechtlichen Anforderungen für den arbeitsmedizinischen Bereich ergeben sich aus dem Arbeitsschutzgesetz, dem Arbeitssicherheitsgesetz, staatlichen Vorgaben (z.B. Bildschirmarbeitsverordnung) und dem berufsgenossenschaftlichen Regelwerk. Nach §2 des Arbeitssicherheitsgesetzes hat jeder Arbeitgeber Betriebsärzte zu bestellen. Konkretisiert werden diese Anforderungen in den staatlichen Gesetzen und im berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungsvorschriften.

Der Arbeitsmedizinische Dienst am Lukaskrankenhaus -unter der Leitung von Herrn Dr. med. Manfred Gedik- unterstützt Kundenunternehmen bei allen Aufgaben, die nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (AsiG) und dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) gefordert sind.
Geboten wird eine den gesetzlichen Anforderungen gerechte betriebsärztliche Betreuung nach BGV A4, A7 sowie GUV 0.5 und 0.6. Zum Serviceangebot zählt das gesamte Leistungsspektrum der Arbeitsmedizin über Beratung in Fragen des technischen, organisatorischen und personenbezogenen Arbeits- und Gesundheitsschutzes, Betriebsbegehungen und Erstellen von Berichten für Qualitätszertifizierungen, der Bewertung von Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Einsatzfähigkeit der Mitarbeiter bis hin zur arbeitsmedizinischen Vorsorge-, Tauglichkeits- und Eignungsuntersuchungen einschließlich verkehrsmedizinischer Fragestellungen und Führerscheinuntersuchungen.
Für die Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen stehen in den Praxisräumen im Lukaskrankenhaus die erforderlichen Untersuchungseinrichtungen - einschließlich augenärztlicher Untersuchungseinheit und verkehrspsychologischer Leistungstestsysteme - zur Verfügung. Darüber hinaus werden Untersuchungen vor Ort auch mit Hilfe eines speziell dafür eingerichteten Untersuchungsmobils angeboten.

Qualitätssicherung, Umweltschutz, Arbeitsschutz, Sicherheit und Produktverantwortung bestimmen heute die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Zusammen mit leistungsstarken Partnern unterstützt und berät der Arbeitsmedizinische Dienst am Lukaskrankenhaus Unternehmen bei ihren Aufgaben im Gesundheitsmanagement.

Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

www.dr-gedik.de

HNO-Sprechstunde
montags - freitags
10:00 - 11:30
oder nach Terminvereinbarung
Telefon: 02131 / 888 - 2140

B96B836C 09B6 4703 BE46 41E3FD46A697

Sekretariat:
Gina Ahrweiler
Telefon: 02131 / 888 - 2101
Telefax: 02131 / 888 - 2199
gahrweiler@lukasneuss.de

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