Medizinproduktesicherheit

Beauftragter für Medizinproduktesicherheit

Der Beauftragte für Medizinproduktesicherheit nimmt folgende Aufgaben für den Betreiber wahr:

Die Aufgaben einer Kontaktperson für Behörden, Hersteller und Vertreiber im Zusammenhang mit Meldungen über Risiken von Medizinprodukten sowie bei der Umsetzung von notwendigen korrektiven Maßnahmen, die Koordinierung interner Prozesse der Gesundheitseinrichtung zur Erfüllung der Melde- und Mitwirkungspflichten der Anwender und Betreiber und die Koordinierung der Umsetzung korrektiver Maßnahmen und der Rückrufmaßnahmen durch den Verantwortlichen nach § 5 des Medizinproduktegesetzes in den Gesundheitseinrichtungen.

Beauftragter für Medizinproduktesicherheit

Kay Winkler-Parciak
EMail medizinproduktesicherheit@lukasneuss.de

 

Einrichtungen intern

kinetiKIDS

Neues Schulungsprogramm für übergewichtige Kinder
Adipositas ist zu einem enormen Problem in westlichen Gesellschaften geworden. In Deutschland ist beinahe jedes fünfte Kind zwischen 11 und 13 Jahren übergewichtig oder sogar adipös. Die Folgeerkrankungen sind erheblich. Eine frühe Intervention bei Jungen und Mädchen mit Gewichtsproblemen ist von entscheidender Bedeutung.

Seit fünf Jahren bietet die Kinderklinik in Kooperation mit der TG Neuss und den niedergelassenen Kinderärzten das ambulante Schulungsprogramm „kinetiKIDS“ an. Übergewichtige Kinder ab acht Jahren werden zweimal pro Woche nachmittags von einem Team aus Kinderärzten, Sportlehrern, einer Psychologin, einer Ökotrophologin und einer Erzieherin betreut.

Viele Kinder, Jungen wie Mädchen, werden heute viel früher und viel stärker übergewichtig. Zuviel Energieaufnahme und zu wenig Bewegung sind die Ursachen, aber auch psychische oder soziale Probleme. Neben dem Schulungsprogramm bleiben die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung und werden durch die Eltern unterstützt. Ziel des Adipositasprogramms ist eine relative Gewichtsabnahme, eine Umstellung der Ernährung und insbesondere eine Veränderung des Lebensstils hin zu mehr Bewegung. Erste Daten weisen darauf hin, dass diese sanfte Art der Gewichtsreduktion kindgerechter und insbesondere nachhaltiger ist als kurzfristige Interventionen, vor allem dann, wenn die Familien einbezogen werden und die Schulung in Kleingruppen eingepasst in das gewohnte soziale Umfeld stattfindet.

Das Schulungsprogramm wird von Benedikta Mönchmeier, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Lukaskrankenhaus geleitet. Die Klinik für Kinder und Jugendliche wurde von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft als Therapieeinrichtung zertifiziert.

Flyer Schulungsprogramm kinetiKIDS

Adipositasschulung kinetiKIDS im Lukaskrankenhaus

Benedikta Mönchmeier
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Telefon: 02131-888 3501
kinetikids@lukasneuss.de

 

Zertifikat

Einrichtungen intern

Zentrallabor

Prof. Dr. Berndt Zur

Leitender Arzt des Zentrallabors
Facharzt für Laboratoriumsmedizin

Telefon: 02131 / 888 - 31 00
Telefax: 02131 / 888 - 31 99
berndt.zur@rheinlandklinikum.de



Das Zentrallabor ist für die labormedizinische Versorgung der ambulanten und stationären Patienten aller Kliniken des Rheinland Klinikums zuständig. Darüber hinaus versorgt das Zentrallabor die Patienten mit Blutkonserven und anderen Spezialpräparaten, die vom Deutschen Roten Kreuz Blutspendedienst West in Breitscheid hergestellt und geliefert werden. Das Blutdepot des Rheinland Klinikums untersteht dem Leiter des Zentrallabors.

Rund eine Million labordiagnostische Untersuchungen werden jährlich im Zentrallabor ausgeführt. Die Analysen der höchst unterschiedlichen Proben bilden einen unerlässlichen Bestandteil für die Diagnose und Therapie der Patienten. Um das umfangreiche Untersuchungsspektrum der Labordiagnostik abdecken zu können, steht dem Zentrallabor eine moderne Ausstattung mit allen notwendigen Geräten zur Verfügung. Die Bandbreite der Untersuchungen und Analysen reicht von der klinischen Chemie über die Hämatologie bis zur Mikrobiologie.

Zum Bereich der klinischen Chemie gehören unter anderem Untersuchungen zur Bestimmung des Blutzuckers, des Fettstoffwechsels und zur Diagnostik des Herzinfarktes. Auch Untersuchungen zum Nachweis von Leberentzündungen (Hepatitis) sowie von Störungen der Nierenfunktion und des Eisenstoffwechsels gehören in das Gebiet der klinischen Chemie.

In der Immunologie werden spezielle Eiweiße im Blut oder im Urin untersucht. Diese sind von Bedeutung beispielsweise bei der Diagnostik von Allergien, entzündlichen Erkrankungen, Rheumatismus und angeborenen Immundefekten. Bei der Virusdiagnostik handelt es sich um den Nachweis von Viren oder Antikörpern gegen die entsprechenden Erreger. Auf diese Weise werden unter anderem die verschiedenen Formen der Leberentzündung (Hepatitis A, B und C) sowie Immunschwächekrankheiten wie HIV nachgewiesen.

Die Methoden der Tumordiagnostik beruhen auf der Tatsache, dass eine Vielzahl von Tumoren Zellen oder andere Stoffe ins Blut abgeben. Diese Stoffe sind in der Mehrzahl charakteristisch für bestimmte Tumore und eignen sich deshalb als Grundlage einer genauen Diagnose. Auf dieser Grundlage kann dann die Festsetzung der Therapie erfolgen. In der Hämatologie untersucht man Art und Anzahl der im Blut vorkommenden Zellen, zum Beispiel die roten und weißen Blutkörperchen. Diese Untersuchungen sind für alle entzündlichen Erkrankungen, bei Tumoren des Blutes (Leukämien) und zur Therapie von Tumoren anderer Organe, unerlässlich. Unter Hämostaseologie versteht man die Lehre von der Blutgerinnung. Zur Beurteilung der Gerinnungsfähigkeit werden verschiedene Gerinnungsfaktoren untersucht, denn auf diese Weise können angeborene oder erworbene Störungen der Blutgerinnung festgestellt werden. Außerdem sind diese Untersuchungen notwendig zur Kontrolle verschiedener therapeutischer Maßnahmen, beispielsweise bei der Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten. In der Blutbank schließlich werden die Blutgruppen bestimmt und auf eventuell vorhandene Antikörper untersucht. Außerdem wird hier die Verträglichkeit von Blutkonserven für den Patienten getestet.

In der Urin- und Stuhldiagnostik wird der Urin mit Teststreifen, mit dem Mikroskop und mit chemischen Methoden untersucht. Diese Untersuchungen dienen der Erkennung von Erkrankungen der Niere und der Leber sowie von Diabetes. Die parasitologische Diagnostik besteht überwiegend in der Untersuchung des Blutes auf Malariaerreger im Blut sowie Wurmeiern im Stuhl. In der Mikrobiologie werden beispielsweise Blut, Urin, Abstriche oder Stuhl auf das Vorhandensein von Bakterien untersucht. Nach dem Nachweis bakterieller Krankheitserreger wird darüber hinaus getestet, welche Medikamente (Antibiotika) für eine wirksame Therapie geeignet sind.

Einrichtungen intern

Zentrale Apotheke

Ulrich Quack
Leitender Apotheker
seit 1. Oktober 1998

Telefon: 02131 / 888 - 32 01
Fax: 02131 / 888 - 32 99
apotheke@lukasneuss.de


 

Krankenhausapotheke

Eine Krankenhausapotheke unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht von einer öffentlichen Apotheke, denn sie ist in erster Linie für die Versorgung der einzelnen Stationen des Krankenhauses mit Arzneimitteln, Infusionslösungen, Sondennahrungen, Röntgenkontrastmitteln und Desinfektionsmitteln zuständig. Nach den gesetzlichen Vorschriften dürfen an ambulante Patienten nur Arzneimittel abgegeben werden, soweit sie in den Ambulanzen des Krankenhauses verabreicht werden. Rezepte von niedergelassenen Ärzten dürfen leider nicht eingelöst werden und es dürfen auch keine Medikamente an Privatpersonen verkauft werden.

Die gemeinsame Zentrale Apotheke für das Lukaskrankenhaus und die Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach befindet sich seit 1. Februar 2000 auf dem Gelände und in der Trägerschaft des Lukaskrankenhauses. Der Betrieb entstand aus den zuvor getrennten Apotheken der beiden Häuser und verfügt über 20 Arbeitsplätze für Apotheken-Fachkräfte. In beiden Häusern zusammen gibt es zurzeit 1.300 Betten und es werden täglich rund 150 verschiedene medizinische Empfangsstellen versorgt.

Die Arzneimittelkommission des Krankenhauses wählt aus dem schwer überschaubaren Angebot der in Deutschland zugelassenen Fertigarzneimittel rund 1.000 Medikamente aus, die für eine auf aktuellen Therapiestandards beruhende Arzneimitteltherapie im Krankenhaus benötigt werden. Sie prüft Therapiealternativen unter medizinischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten und leistet damit einen Beitrag zur Einhaltung des Budgets. Gibt es mehrere Hersteller für ein Medikament mit gleichem Inhaltsstoff, erfolgt die Auswahl nach qualitativen und ökonomischen Gesichtspunkten.

Das Herzstück der Zentralen Apotheke ist eine roboterartige Arzneimittel-Kommissionieranlage. Da die Planung der Zentralen Apotheke mit Blick in die Zukunft erfolgte, können künftig weitere Aufgaben oder die Versorgung anderer Krankenhäuser in der Region übernommen werden. Dies wird unter den veränderten ökonomischen Bedingungen bald eher die Regel als die Ausnahme sein, da eine solche Kooperation gut und kostengünstig zu realisieren ist.

kommissionieranlage 1

Laufband der Kommissionierungsanlage

kommissionieranlage 2

Kommissionierungsanlage

Arzneimittelherstellung

Zu den besonderen Aufgaben der Apotheke gehört in Krankenhäusern von der Größe des ‚Lukas‘ die Zubereitung von Zytostatika-Infusionen. Zytostatika sind Medikamente zur Behandlung von Krebsleiden. Da sie zellwachstumshemmend wirken, erfolgt die Vorbereitung zur Anwendung aus Gründen des Personalschutzes in einer besonderen Werkbank mit Luftfiltern (Laminar-Flow-Bank). Zum Schutz der Patienten vor Keimen steht diese in einem Raum, der so steril wie ein OP ist. Dort werden Mischungen angefertigt, die nach Angaben der Ärzte genau auf den einzelnen Patienten abgestimmt sind. Mehrfache Kontrollen schließen Irrtümer aus. Optimale Sicherheit für das Personal und Therapiesicherheit für den Patienten werden dadurch erreicht, dass die erforderlichen technischen Einrichtungen an einer zentralen Stelle des Krankenhauses installiert sind und spezialisierte Apothekenmitarbeiter die Zytostatika zur Anwendung herrichten.

Außerdem werden in der Apotheke Infusionslösungen zur parenteralen Ernährung von Frühgeborenen hergestellt, da es diese Produkte nicht in individuell geeigneter Form aus industrieller Produktion gibt. Für deren Herstellung gibt es einen gesonderten Reinraum, in dem nach Hygienerichtlinien wie in einem OP gearbeitet wird und in dem Reinraumtechnik für Sterilität sorgt. Speziell geschultes pharmazeutisches Personal arbeitet in diesen Sterilbereichen in Spezialkleidung.

Unsere Krankenhausapotheke stellt darüber hinaus weitere Arzneimittel her, die für spezielle Anwendungen im Krankenhaus benötigt werden. Viele dieser Medikamente werden von der pharmazeutischen Industrie nicht hergestellt. Besonders häufig sind niedrig dosierte Arzneimittel für Kinder nicht als Fertigarzneimittel verfügbar. Die individuell hergestellten Arzneimittel enthalten die Wirkstoffe in kind- und altersgerechter Dosierung.

Klinisch-Pharmazeutische Leistungen

Durch das Angebot weiterer pharmazeutischer Dienstleistungen trägt die Apotheke wesentlich zur Sicherung von Qualität und Wirtschaftlichkeit der Arzneimitteltherapie in den beiden angeschlossenen Krankenhäusern bei.

Wir informieren und beraten Ärzte sowie Pflegepersonal neutral und firmenunabhängig über Fragen zu Arzneimitteln.

Die Apotheke ist an der Erarbeitung von klinikinternen Therapieleitlinien in der Arzneimittelkommission in Zusammenarbeit mit den Ärzten beteiligt.

Mitarbeiter der Apotheke besuchen alle Stationen der versorgten Krankenhäuser sowie die versorgten Rettungsdienste.

Wir begleiten Klinische Studien von Arzneimitteln im Rahmen von Neuzulassungen und Zulassung neuer Anwendungsgebiete. Dazu gehören die Entgegennahme und sachgerechte Lagerung der Studienware, die Kontrolle der Lagerbedingungen, die patientenindividuelle Zubereitung der Studienware, die Verblindung der Arzneimittel, die Dokumentation der patientenbezogen abgegebenen Arzneimittel und gegebenenfalls die Entsorgung nicht eingesetzter Studienware.

Aus- und Weiterbildung sowie Informationsbeschaffung

Die Gemeinschaftsapotheke ist anerkannte Weiterbildungsstätte für Klinische Pharmazie.

Eine besondere Anerkennung erfuhren die Mitarbeiter der Zentralen Apotheke von der Apothekerkammer: Diese beauftragte sie mit der Funktion einer Regionalen Arzneimittelinformationsstelle (AIS) für pharmakologisch-wissenschaftliche Fragen. An die AIS können sich andere Apotheken, aber auch Behörden, Selbsthilfegruppen oder Medienvertreter im Raum Düsseldorf – Mönchengladbach – Neuss wenden. Dieser Auftrag der Apothekerkammer ist nicht nur eine Bestätigung der fachlichen Qualifikation, sondern trägt auch zum guten Image der Apotheke des Lukaskrankenhauses bei.

 

pe labor

Arbeitsraum mit Laminar-Flow-Bank

 

Geschichtlicher Wandel
in der Hygiene

  • Hygiene [griech.] (Gesundheitslehre), die Lehre von der Gesundheit einschließlich Gesundheitspflege und Gesundheitsfürsorge sowie die dafür getroffenen Maßnahmen, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Mensch und seiner belebten und unbelebten Umwelt befasst.
  • Die Geschichte der Hygiene reicht in Zeiten zurück, in denen die ersten Zivilisationen erkennbar sind. Anhand von Knochenfunden, aber auch bei Untersuchungen von Mumien wurden Keime festgestellt, die in der Lage waren, Organismen zu zerstören. 
  • Berühmt war Ägypten wegen seiner Ärzte. In den Schriften des Pharaos Sahure 2400 v. Chr. sind Diagnosen und Rezepte enthalten.
  • Der älteste erhaltene medizinische Text ist ein gynäkologisches Traktat (um 1900 v. Chr.).
  • In früheren Kulturstufen wurden Krankheiten als Strafe Gottes angesehen. Deshalb wurden Schriften mit Geboten und Verboten verfasst. In ägyptischen Schriftrollenetwa  waren Vorschriften, Gebote und Verbote zur Gesundheitslehre enthalten.
  • Texte zur Gesundheitslehre enthalten auch religiöse Schriften wie der Talmut, der Koran und das Alte Testament (Beispiel: das Händewaschen vor der Mahlzeit bzw. das Verbot, Schweinefleisch zu essen (Trichinen).

Bekannte Schriften
zur Gesundheitslehre
bzw.  Hygiene 

  • Die hl. Schrift der Perser 1000-300 v Chr. "Aresta".
    Hier ist Medizin in der Religion verankert.
  • In der altindischen Kultur ca. 1500 v. Chr. wird Hygiene von der Priesterschaft betrieben.
  • Hippokrates, * auf Kos um 460v. Chr. Der hippokratische Eid gilt heute noch als "Ärztegelöbnis"
  • Larissa (um 370v. Chr., griech. Arzt)
    gilt als Begründer der Medizin, als Erfahrungswissenschaft aufgrund unbefangener Beobachtungen und Beschreibungen der Krankheitssymptome und einer kritischen, spekulationslosen Diagnostik.
  • Diokles v. Karystos, Schüler des Aristoteles, Anhänger des Hippokrates, berichtet in seinen Werken über die Chirurgie, anatomische Untersuchungen, über Hygiene und Heilkräuter.

Lange bevor Krankheitskeime nach unserem heutigen Stand bekannt waren, vermutete man, dass krankmachende Ausdünstungen des Bodens zu Krankheiten führten.

  • Mi|s|ma [gr.; "Besudelung, Verunreinigung"] das; -s, ...men: (nach überholter Anschauung) Krankheiten auslösender Stoff in der Luft oder in der Erde; [aus dem Boden ausdünstender] Gift-, Pesthauch.
  • Moses verpflichtete das (Gottes-)Volk kollektiv zu religiöser und sozialer Solidarität mit zahlreichen Vorschriften und Bräuche (v.a. Speisevorschriften, Beschneidung, Sabbatfeier), auch mit Bestimmungen über Absonderungen von "Aussätzigen sowie über Reinigungsmaßnahmen für Kleidung und Wohnung".
  • Galen (lat. Claudius Galenus), † 199 n. Chr., röm. Arzt griech. Herkunft.
    Neben Hippokrates der bedeutendste Arzt der Antike; schuf ein umfassendes System der Medizin. Er hatte erstmals die Erkenntnis , dass Hygiene der Krankheitsverhütung dient.
  • Avicenna (arab. Ibn Sina), gest. Hamadan 1037, pers. Philosoph und Arzt. Sein medizinSicher Handbuch "Kanon der Medizin" war 700 Jahre lang bis zum Beginn moderner Medizin unbestrittene Autorität.

Mittelalter

Erste soziale Sicherheiten auch im Gesundheitswesen wurden erzwungen durch die 

  • Magna Carta (1215), der zwischen König Johann ohne Land und Vertretern der Aufständischen, Barone sowie der Kirche abgeschlossene Vergleich. 
  • "Goldene Bulle", die 1356 eine der ersten Regelungen zum öffentlichen Gesundheitswesen enthielt.
  • Bis etwa 1500 fand medizinische Behandlung und die Pflege der Kranken zu Hause statt.

    Neuzeit

  • Eine erste Hygieneverordnung in Venedig regelte 1486 die Lebensmittelhygiene und Beaufsichtigung der Krankenhäuser (Magistratio dells Sanita)
  • Paracelsus, Philippus Theophrastus, eigtl. Philipp Aureolus Theophrast Bombastus von (ab) Hohenheim, †Salzburg 1541, Arzt, Naturforscher und Philosoph schwäbischer. Er strebte eine grundlegende Reform der Medizin an. Seine medizinischen Werke galten unter anderem der Syphilis und deren Therapie, den Berufskrankheiten der Berg- und Hüttenarbeiter, der Chirurgie und Wundbehandlung sowie einer allgemeinen Lehre von den Krankheitsursachen. 
  •  Johann v. Gott gründete 1540 eine karitative Vereinigung zur Betreuung von Kranken.
  • Im Julius-Spital Würzburg wurden 1576 erstmalig Infektionskrankheiten isoliert.
  • Im 17. Jahrhundert gab es in den meisten Hospitälern keine Trennung zwischen heilbaren Kranken, Siechen, Bettlern und Landstreichern.
  • Im 18. Jahrhundert wurden heilbare Kranke von den übrigen getrennt untergebracht. Später wurden nur noch heilbare aufgenommen. Auslöser für Hygieneprobleme war wohl die hohe Letalitätsrate der Patienten. Fast jeder dritte Patient starb nach einer Wundinfektion. 
  • Antonie van Leeuwenhoek, niederländischer Naturforscher, entdeckte mit Hilfe selbstkonstruierter Mikroskope u.a. die Bakterien (1676).

19. Jahrhundert

  • Louis Pasteur 1822 - 1895, frz. Chemiker und Mikrobiologe. Erkannte unter anderem  bei Sepsis und eitrigen Erkrankungen Mikroorganismen als Ursache und entwickelte ab 1881 Impfstoffe gegen Geflügelcholera, Schweinerotlauf und Milzbrand. 
  • Ignaz Philipp Semmelweis  1818 -1865, ungar. Gynäkologe.
    Erkannte die Ursache und Ansteckungsweise des Kindbettfiebers und empfahl die Desinfektion als Vorbeugemaßnahme.
  • Crede entdeckte 1848 die keimhemmende Wirkung von Kupfer, Silber und Quecksilber (Cre-de’sche Prophylaxe bei Neugeborenen).
  • G.H.A. Hansen wies 1874 mit dem Lepraerreger zum erstenmal ein Bakterium nach, das eine spezifische Krankheit verursacht.
  • Robert Koch entdeckte und isolierte 1882 den Tuberkelbazillus.
  • Max von Pettenkofer, 1818 - 1901 von (seit 1883), Begründer der experimentellen Hygiene; betonte die Abhängigkeit der Seuchenentstehung von der Beschaffenheit der menschl. Umgebung (bes. von Bodenverunreinigungen und Grundwasserstand).
  • Fürbringer setzte 1888 80%igen Alkohol zur Chirurgischen Händedesinfektion ein
  • von Behring entdeckte 1890 ein Heilserum gegen Diphterie
  • Joseph Lister, 1827 -1912,  brit. Chirurg. Begründer der antisept. Wundbehandlung.
  • Rudolf Virchow, 1821 - 1902, grundlegende Untersuchungen v.a. zur patholog. Anatomie. Begründete die Zellularpathologie, stand deshalb der aufkommenden Bakteriologie (R. Koch u.a.) zunächst skept. gegenüber; VorkämPferd der Hygiene (Desinfektion, Kanalisation u.a.).
  • Paul Ehrlich, 1854- 1915, entdeckte  als Schöpfer der Chemotherapie mit S. Hata das Salvarsan zur Behandlung der Syphilis; erhielt 1908 zus. mit I. Metschnikow den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
  • Emil von Behring, 1854 -1917, Begründer der Serumheilkunde und Mitbegründer der Immunitätslehre; stellte als erster Seren gegen Diphtherie und Tetanus her. Wurde 1893 Professor f. Hygiene an d. Uni Halle 1895 Leit. des  Hygiene-Instituts der Universität Marburg

20. Jahrhundert

  • Alexander Fleming, 1881 - 1955,  brit. Bakteriologe. Erhielt für die Entdeckung und Erforschung des Penicillins zus. mit H.W. Florey und E.B. Chain 1945 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin
  • Gerhard Domagk, 1895 - 1964, Pathologe und Bakteriologe. Führte die Sulfonamide in die Chemotherapie der bakteriellen Infektionen ein (zus. mit F. Mietzsch und J. Klarer) und entwi-ckelte u.a. Tuberkulostatika; 1939 Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
  • Robert Koch-Institut, 1891 als Institut für Infektionskrankheiten gegr. und zuerst von R. Koch geleitetes Institut in Berlin, das sich Unterwandertem mit der Erforschung ansteckender Krankheiten bzw. deren Erreger sowie mit der Bekämpfung und Heilung dieser Krankheiten befasst.

Mit der Entdeckung verschiedener Keime, deren Übertragung, sowie die Entwicklung der Gegenmittel (Seren), kam es zu einer Zurückdrängung empfindlicher Keime.

  • Dass Bakterien Keime sind, die sich unserer Zeit und den dazu gehörigen Chemotherapeutika anpassen können, zeigt sich am Bild des Keimspektrums in unseren Krankenhäusern (siehe MRSA, ESBL). Immer wieder werden neue Keime wie das AIDS-Virus  gefunden, die die Menschheit bedrohen.
  • 1983 erläuterten die Australier Barry Marshall Und Robin Warren, dass das Bakterium Helicobacter pylori Ursache für Magengeschwüre sei. 
  • 1993 veröffentlichte Dr. Prusiner seine Hypothese, dass die Creuzfeld-Jakob-Erkrankung möglicherweise durch ein Prion übertragbar ist. 

21. Jahrhundert

  • Die Robert-Koch-Stiftung zeichnete 2003 Prof. Adriano Aguzzi als Entdecker des BSE-Infektionsweges aus. 
  • Der italienische Arzt Dr. Carlo Urbani (1957 - 2003) erkannte 2003 als erster das "Schwere Akute Atemnotsyndrom" (SARS).

Quellen:
Meyers Lexikon
Duden
Wissen.de
Wikipedia

Einrichtungen intern

Abteilung für 
Krankenhaushygiene

Die wichtigsten Aufgaben der  Krankenhaushygiene bestehen in der Beratung des gesamten Rheinland Klinikums in allen krankenhaushygienischen und infektionspräventiven Fragestellungen. Oberstes Ziel ist die Vermeidung der Übertragung von Erregern und die Vermeidung von im Krankenhaus erworbenen (nosokomialen) Infektionen.

Hierfür wird Folgendes routinemäßig durchgeführt:

• Teilnahme am Krankenhaus-Infektionssurveillance-System (KISS) des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance nosokomialer Infektionen (NRZ) am Robert-Koch-Institut und Präsentation der erhobenen Daten 
Erfassung der Händedesinfektionsmittelverbrauchs 
Erfassung ausgewählter Krankheitserreger 
Erfassung ausgewählter nosokomialer Infektionen 
• Hospitationen und Begehungen aller Bereiche des Rheinland Klinikums (z.B. Normal- und Intensivstationen, Notaufnahme, Operations- und Funktionsbereiche, Küche, Zentralsterilisation usw.) unter infektionspräventiven Aspekten
• Erstellung und Aktualisierung von Hygieneplänen, -leitlinien / -standards
• Individuelle Beratung und Schulung des Personals in allen Fragen der Infektionsprävention und der Vermeidung von Erregerübertragung
• Erkennung, Beratung , Dokumentation und Management von Ausbrüchen
• Vorgaben im Umgang mit multiresistenten Erregern (z.B. MRSA)
• Durchführung von gezielten Umgebungsuntersuchungen
• Hygienische Beratung bei der Durchführung von Bauprojekten
• Analyse und Bewertung der hausinternen Antibiotikaresistenzstatistik

Das Team der Krankenhaushygiene des Rheinland Klinikums besteht aus insgesamt acht Hygienefachkräften unter der ärztlichen Leitung von Dr. René Fussen. Unterstützt wird die Abteilung durch die hygienebeauftragten  Ärztinnen und Ärzte der einzelnen Fachabteilungen, die Hygienebeauftragten in der Pflege und die gemeinsame Hygienekommission des Rheinland Klinikums.

Über die krankenhaushygienischen Aufgaben hinaus werden auch infektiologische Visiten durchgeführt und infektiologische Fragestellungen bearbeitet. 

Einrichtungen intern

Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe im
Rhein-Kreis Neuss

Das Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe im Rhein-Kreis Neuss vereinigt die früher selbständigen Krankenpflegeschulen der beiden Kreiskrankenhäuser Dormagen und Grevenbroich mit der des Lukaskrankenhauses. Das Institut hat seinen Betrieb am  1. September 2006 an der  Carossastraße in Neuss aufgenommen und bildet zum/zur Gesundheits- und KrankenpflegerIn, zum/zur Gesundheits- und KinderkrankenpflegerIn sowie zur Gesundheit- und Krankenpflegeassistenz plus Seminarmanagement aus. Darüber hinaus sind wir Studienzentrum der Steinbeis Hochschule Berlin und ermöglichen unseren Auszubildenden ein duales Studium zum "Bachelor of Arts in Healthcare".

Hier gelangen Sie zur Homepage

Hier gelangen Sie direkt zum Seminarmanagement

logo-steinbeis-hochschule

 

 

Einrichtungen am Lukaskrankenhaus

Zentrum für Arbeitsmedizin

Dr. Jörg Heilmann

Facharzt für Arbeitsmedizin
Ärztlicher Leiter
ZAM Zentrum für Arbeitsmedizin GmbH


Telefon: 02131 / 888 - 7150
Fax: 02131 / 888 - 7198
praxis@zam-rheinland.de


Jedes erfolgsorientierte Unternehmen hat ein vitales Interesse daran, die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ohne gesunde und motivierte Mitarbeiter ist die Steigerung von Qualität und Produktivität und damit des Erfolgs eines Unternehmens nicht denkbar. Die Arbeitsmedizin dient als präventivmedizinisches Fach diesem Ziel. Sie dient der Vorbeugung, Erkennung und Begutachtung arbeits- und umweltbedingter Erkrankungen und trägt zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen bei.

Die rechtlichen Anforderungen für den arbeitsmedizinischen Bereich ergeben sich aus dem Arbeitsschutzgesetz, dem Arbeitssicherheitsgesetz, staatlichen Vorgaben (z.B. Bildschirmarbeitsverordnung) und dem berufsgenossenschaftlichen Regelwerk. Nach §2 des Arbeitssicherheitsgesetzes hat jeder Arbeitgeber Betriebsärzte zu bestellen. Konkretisiert werden diese Anforderungen in den staatlichen Gesetzen und im berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungsvorschriften.

Das Zentrum für Arbeitsmedizin am Lukaskrankenhaus - unter der Leitung von Herrn Dr. med. Jörg Heilmann - unterstützt Kundenunternehmen bei allen Aufgaben, die nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (AsiG) und dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) gefordert sind.
Geboten wird eine den gesetzlichen Anforderungen gerechte betriebsärztliche Betreuung nach BGV A4, A7 sowie GUV 0.5 und 0.6. Zum Serviceangebot zählt das gesamte Leistungsspektrum der Arbeitsmedizin über Beratung in Fragen des technischen, organisatorischen und personenbezogenen Arbeits- und Gesundheitsschutzes, Betriebsbegehungen und Erstellen von Berichten für Qualitätszertifizierungen, der Bewertung von Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Einsatzfähigkeit der Mitarbeiter bis hin zur arbeitsmedizinischen Vorsorge-, Tauglichkeits- und Eignungsuntersuchungen einschließlich verkehrsmedizinischer Fragestellungen und Führerscheinuntersuchungen.
Für die Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen stehen in den Praxisräumen im Lukaskrankenhaus die erforderlichen Untersuchungseinrichtungen - einschließlich augenärztlicher Untersuchungseinheit und verkehrspsychologischer Leistungstestsysteme - zur Verfügung. Darüber hinaus werden Untersuchungen vor Ort auch mit Hilfe eines speziell dafür eingerichteten Untersuchungsmobils angeboten.

Qualitätssicherung, Umweltschutz, Arbeitsschutz, Sicherheit und Produktverantwortung bestimmen heute die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Zusammen mit leistungsstarken Partnern unterstützt und berät der Arbeitsmedizinische Dienst am Lukaskrankenhaus Unternehmen bei ihren Aufgaben im Gesundheitsmanagement.

Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

www.zam-rheinland.de

 

HNO-Sprechstunde
Wegen der  
Corona-Sicherheitsmaßnahmen
nur nach Terminvereinbarung
unter Telefon 02131 / 888 -2140

Privatsprechstunde 
Telefon 02131 / 888 - 2101

 

doerte lennartz

Sekretariat:
Dörte Lennartz
Telefon: 02131 / 888 - 2101
Telefax: 02131 / 888 - 2199
doerte.lennartz@rheinlandklinikum.de

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Lukaskrankenhaus Neuss

Rheinland Klinikum
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Preußenstraße 84
41464 Neuss

Telefon: 02131 / 888 - 0
Telefax: 02131 / 888 - 79 99

info@rheinlandklinikum.de

 

 
 
 
 
 

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