Klinik für Geriatrie

Psychologie in der Geriatrie

mental health

Psychologie in der Geriatrie

Der Leistungsbereich der Psychologie an der Klinik für Geriatrie umfasst mehrere Gebiete. Die fundierte psychologische Diagnostik ist ein essentieller Bestandteil. Außerdem wird ein umfangreiches Behandlungskonzept angeboten. Dazu gehören therapeutische Einzel- und Gruppenangebote.

Psychologische Diagnostik

Die psychologische Diagnostik an der Klinik für Geriatrie setzt sich aus mehreren Arbeitsfeldern zusammen:

  • Evaluation des allgemeinen, psychischen Zustandes
  • Diagnostik neuronaler Erkrankungen
  • Untersuchung des kognitiven Leistungsvermögens

Im Rahmen der Diagnostik werden mehrere Testverfahren angewendet:

  • Diagnostik des allgemeinen, psychologischen Zustandes
  • Geriatrische Depressionsskala (GDS)
  • Diagnostisches Kurzinterview bei psychischen Störungen (Mini-DIPS)
  • Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen (DIPS)
  • Strukturiertes Klinisches Interview für DSM-5-Störungen (SCID-5-CV)

Hierbei werden unter anderem die folgenden psychischen Störungen erfasst:

  • Affektive Störungen (z.B. depressive Störung)
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
  • Angst- und Zwangsstörungen (z.B. Phobien, Panikstörung, generalisierte Angststörung)
  • Anpassungs- und Belastungsstörungen (z.B. posttraumatische Belastungsstörung, abnorme Trauer)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Essstörungen
  • Schlafstörungen
  • Somatoforme Störungen
  • Schmerzstörungen

Psychologische Diagnostik neuronaler Erkrankungen:

  • Uhren-Zeichen-Test
  • Mini-Mental-Status-Test (MMST)
  • Demenz-Detektion (DemTect)
  • Strukturiertes Interview für die Diagnose einer Demenz (SIDAM)
  • Neuropsychologische Testbatterie CERAD-Plus

Psychologische Untersuchung kognitiver Funktionen

  • Syndrom-Kurz-Test (SKT)
  • Neuropsychological Assessment Battery (NAB)

Infolgedessen werden die folgenden kognitiven Bereiche auf einen Leistungsabbau überprüft:

  • Orientierung
  • Aufmerksamkeit
  • Wahrnehmung und Raumverarbeitung
  • Lernen und Gedächtnis
  • Exekutive Funktionen (z.B. Problemlösen, Planen)
  • Sprache und Sprechen (z.B. Wortfindungsstörungen)
  • Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen)

Therapeutisches Angebot für Patienten und Angehörige

Neben der vollständigen diagnostischen Einschätzung, spielt das therapeutische Angebot bei der Genesung des Patienten eine wichtige Rolle. Hierbei wird mit jedem Patienten individuell ein Ziel festgelegt und gemeinsam mit den Therapeuten erarbeitet. In jeweiliger Passung zu der Zielsetzung ist es sinnvoll, ein Konzept aus Einzel- und Gruppentherapien durchzuführen.

Psychologische Einzelbehandlungen

In Fällen einer schwierigen Krankheitsverarbeitung können therapeutische Angebote in Form von entlastenden und unterstützenden Gesprächen hilfreich sein. Ergänzend dazu ist auch die Anwendung gezielter Entspannungsverfahren indiziert. Weiterhin ist es wichtig, an der Akzeptanz von geistigen Leistungsveränderungen zu arbeiten. Zu den Leistungen im Einzelsetting gehören unter anderem:

  • Erstellung einer Tagesstruktur und eines Wochenplans
  • Förderung der Selbstständigkeit und Vorbereitung auf den Alltag nach dem Klinikaufenthalt
  • Unterstützung bei Krankheitsverarbeitung und Krankheitsmanagement
  • Einsatz und Vermittlung psychologischer Mediations- & Entspannungstechniken (z.B. Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Achtsamkeitsübungen)
  • Motivationsförderung in der Therapie

Psychologische Gruppentherapien

Neben der Einzeltherapie gibt es an der Klinik für Geriatrie ein gruppentherapeutisches Angebot. Die therapeutischen Gruppen werden unter Einbezug des psychologischen Befundes zusammengestellt und finden mehrmals die Woche statt. Hierbei wird darauf hingearbeitet, dem Patienten eine Tagesstruktur zu vermitteln und ihn zu unterstützen, sein Leben nach dem Klinikaufenthalt selbstständig zu bestreiten. Daran anknüpfend fördert eine gezielte Gedächtnis- und Psychomotorik-Aktivierung zur Förderung von Selbständigkeit und Wohlbefinden der Patienten bei. Einige der therapeutischen Gruppenangebote finden Sie im Folgenden:

  • Neuropsychologisches Training nach NEUROvitalis
  • Kognitive Aktivierung in der Gruppe
  • Biographieorientierte Aktivierung
  • Kunst- und Gestaltungstherapie
  • Kommunikationsgruppen
  • Entspannungsverfahren (Achtsamkeit & Meditation)

Beratung für Angehörige Demenzkranker

Neben dem therapeutischen Angebot für den geriatrischen Patienten, dürfen die Angehörigen nicht vergessen werden. Dabei möchten wir Sie beraten, falls Sie Angehörige von Demenzkranken sind und diese pflegen. Anhand verschiedener Fallbeispiele und Kommunikationstechniken möchten wir Ihnen Hilfestellungen vermitteln, welche für den Pflegealltag notwendig sind.

  • Kommunikationstraining für Pflegende Demenzkranker (nach TANDEM)
  • Befreiung von Belastungen und Bewältigung innerer Konflikte
  • Entspannungsverfahren (Achtsamkeit & Meditation) 

Allgemeine Angehörigenberatung

Darüber hinaus bieten wir auch eine Allgemeine Beratung für Angehörige an.

  • Unterstützung bei der Verarbeitung von Belastungen, welche durch die Erkrankung des Patienten bei den Angehörigen hervorgerufen werden
  • Vermittlung an weiterführende Therapiestellen oder niedergelassene Kollegen
  • Schulung über psychische Erkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten

Rasekh Hengameh

Hengameh Rasekh

Kommissarische Leitung 


 

Leitende Ärzte

Mag. Dr. Mimoun Azizi, M.A.

 

Oberärzte

M. Mohammad-Sadeghi
Hengameh Rasekh

Sekretariat:
Astrid Eisleben
Beate Ehrentraut
Telefon 02131  /888-6301
Fax 02131 / 888-6399
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