Chirurgische Klinik I

Hernienchirurgie

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Schonende Operation bei Bauch- und Nabelbrüchen.

Dieser Defekt kommt am meistens in der Leiste vor, kann aber auch am Nabel oder an anderen Stellen der Bauchdecke, beispielsweise nach Bauchoperationen auftreten. In diesem Fall spricht man von einer Narbenhernie. Die Ziele der Hernienchirurgie sind: die Beseitigung des Bruchsackes, die Rückverlagerung der Organteile und die Stabilisierung der Bauchwand.

Leistenbrüche werden durch einen Schnitt in der Leiste mit Einbringen eines modernen Polypropylennetzes von außen (OP nach Lichtenstein) versorgt. Bei kleinen Defekten und Brüchen bei Kindern und Jugendlichen erfolgt ein Verschluss der Bruchlücke durch eine fortlaufende, elastische Naht (OP nach Shouldice). Alle Verfahren sind sowohl in allgemeiner Narkose als auch in Spinalanästhesie möglich.

Nach dem Leistenbruch ist der Bauchwand und Narbenbruch die zweithäufigste Form der Hernie. Bei allen mittleren und größeren Brüchen erzielen wir heute durch das Einbringen eines Kunststoffnetzes einen sicheren Bruchlückenverschluss. Während früher noch große Schnitte hierfür nötig waren, können heutzutage die Mehrzahl der Bauchwand und Narbenbrüche mit der so genannten „Schlüssellochtechnik“ ohne störende Narben schonend operiert werden. Die verwendeten Kunststoffnetze verwachsen mit der Bauchwand und sind gut verträglich. Die Verfahrenswahl ist heute individuell. Jeder Patient kann sich nach entsprechender Beratung für seine optimale Hernienoperation entscheiden. Sowohl für die offene als auch laparoskopische Hernienversorgung ist das Lukaskrankenhaus Referenzzentrum und bietet regelmäßige Fortbildungen für Chirurgen an.

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Leistenbruch

Unter einem Leistenbruch versteht man eine sackartige Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchdecke. Dabei treten Eingeweideteile (der Bruchinhalt) durch den Leistenkanal oder in seiner Nähe aus dem Bauchraum aus. Durch den Leistenkanal ziehen bei Männern der Samenstrang und die Blutgefäße zum Hoden, bei den Frauen das Mutterband zur Gebärmutter. Bei kleinen Brüchen kann es am Anfang lediglich zu ziehenden Schmerzen in der Leistenregion, vor allem bei Belastung kommen. Im weiteren Verlauf kommt es dann zu einer Vergrößerung des Bruches und dadurch zu einer tastbaren und sichtbaren Schwellung in der Leiste. Bei Männern kann der Bruch sich bis in den Hodensack ausdehnen. Ein Leistenbruch sollte immer operiert werden, da er sich von alleine nicht zurückbildet.

Bauchwandbruch

Im Bereich der Bauchdecke und des Nabels können verschiedene oft angeborene oder erworbene Brüche (Hernien) bestehen. Beim Narbenbruch kommt es im Bereich einer Operationsnarbe zur Vorwölbung von Organen der Bauchhöhle. Ursache kann eine Bindegewebsschwäche sein, die wiederum häufig die Folge von Entzündungen einer ehemaligen Operationswunde ist. Narbenbrüche werden aber auch durch einen erhöhten Bauchinnendruck (Übergewicht, Lungenerkrankungen) begünstigt. Zu einem Nabelbruch kommt es bei einer ungenügenden Verengung des Nabelringes, durch den vor der Geburt Gefäße sowie Gänge zu Darm und Blase ziehen. Bei beiden Brüchen verschieben sich Anteile der Bauchorgane wie Darm oder das so genannte große Netz in den Bruchsack und verursachen starke Schmerzen. Ziel einer Operation sollte es sein, den Bruch freizulegen und wieder in die Bauchhöhle zurück zu verlagern. Anschließend wird die sogenannte Bruchpforte, also das Loch in der Bauchwand, möglichst dauerhaft verschlossen. Bei kleineren Brüchen erfolgt der Verschluss mit einer kräftigen Kunststoffnaht, bei größeren Brüchen werden modernste Kunststoffnetze verwendet.

Wir sind anerkannte Fortbildungsstätte für Hernienchirurgie.

LINK zur Selbsthilfegruppe Hernie

 

alexis ulrich

Prof. Dr. Alexis Ulrich

Chefarzt seit 1. Juli 2018

Vita
 

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Dr. László Pintér
Dr. Jan Martin Beron

Leitender Oberarzt

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Oberärzte

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Sandra Henn
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