Visite 2.0

Elektronische Unterstützung der Visiten wird Realität

iPad 008Visite auf der chirurgischen Station. Der Arzt steht beim Patienten, in der Hand ein iPad mini, und erläutert den Verlauf der Behandlung seit der Operation. Radiologische Bilder, Laborwerte: Der Patient sieht sofort seine Fotos und Daten und erhält die Erklärungen des Arztes dazu. Nachfragen? Kein Problem, alle patientenbezogenen Daten, die gesamte „Fallakte“, ist sofort verfügbar. Neue Erkenntnis am Krankenbett? Die Information wird sofort hinzugefügt. Im Lukaskrankenhaus ist die „Visite 2.0“, wie ein Fachblatt getitelt hat, Wirklichkeit.

Die Vorteile sind nicht nur im Patientenzimmer offenkundig. Der Einsatz der hochspezialisierten IT-Anwendung zur Erhebung, Vernetzung, Analyse und Darstellung der patientenbezogenen Daten ermöglicht   schnelle, transparente Informationen – am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Stets sind alle diagnose- und pflegerelevanten Daten verfügbar. Effektivität und Effizienz der Behandlung lassen sich so noch einmal steigern. Das Lukas ist mit dem Projekt Vorreiter für die Kliniken. Udo Purwin, Leiter der hauseigenen IT-Abteilung, ist „Vater“ und treibende Kraft bei der Umsetzung des Modells, das jetzt zur Realität im Klinikalltag wird. Er sagt: „Die Verringerung von Papier bei den internen Arbeitsabläufen und die Möglichkeit, dem Patienten durch die gewonnene Zeit mehr Aufmerksamkeit widmen zu können, ist ein großer Mehrwert für die medizinische Versorgung in unserem Krankenhaus. Das ist nahezu einzigartig in der deutschen Krankenhauslandschaft.“

Die Patienten sind für jedes Zimmer, für jedes Bett erfasst. Die Nutzer können sich bei der Visite quasi von Bett zu Bett durchklicken. Diagnosen, Befunde, Laborwerte sind abrufbar, ein langer Klick produziert aus den Daten vieler Parameter der Vitalfunktionen Kurven, die den Behandlungsverlauf verdeutlichen. OP-Berichte, radiologische Aufnahmen sind ebenfalls hinterlegt. Ebenso ist die Pflegedokumentation abrufbar. Ein weiterer großer Vorteil: Wunden können sofort mit dem Tablet fotografiert, zugeordnet und dokumentiert werden. Ein großes Thema ist auch die Medikation. Ebenfalls komplett eingepflegt, werden Kreuzmedikationen sofort angezeigt. Bei der Entlassung liefert das System gleich die Medikation für den Hausarzt.

Vor knapp zwei Jahren nahmen die ersten Chefärzte und Oberärzte die iPads mit der speziellen Software in Gebrauch. Seit Sommer 2014 sind auch die ersten Pflegearbeitsplätze auf den Stationen der Chirurgie und Inneren Medizin für die Projektphase mit den iPads ausgestattet, seit Dezember sind die ersten Stationen von der Testphase zum Dauerbetrieb umgestellt. Immer stärker wird der Einsatz ausgeweitet. Die Reaktionen bei den Nutzern seien durchweg positiv, sagt Projektleiter Udo Purwin: saubere Dokumentation und Zeitgewinn hätten die Akzeptanz der neuen Anwendung enorm gesteigert.

Von ärztlicher Seite her sind die Vorteile offenkundig. „Für uns gibt es einen entscheidenden Vorteil: Wir Ärzte können uns noch mehr auf das Wesentliche konzentrieren – die Behandlung des Patienten“ betont Prof. Dr. Tobias Heintges, Chefarzt der Medizinischen Klinik II und Ärztlicher Geschäftsführer. Viel Zeit für die Suche nach Dokumenten, Bildern, Laborwerten, Befunden werde eingespart. Schließlich setzt auch Dr. Nicolas Krämer, kaufmännischer Geschäftsführer des Hauses, voll auf die „Visite 2.0“, die vom Projekt möglichst schnell zum Normalfall werden soll: „Wir habe mittelfristig gar keine andere Chance. Die Dokumentationspflicht und die Qualitätsmaßnahmen erfordern solche Schritte in die Zukunft. Wir haben sie getan.“

Engelmann 2

 

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