4. Neusser Workshop Kinder und Drogen

"Hauptsache, es knallt"

thumb Kinder und Drogen 19.11.14 011Der Konferenzraum im Dachgarten der Kinderklinik reichte kaum aus: Die Teilnehmer des vierten Workshops „Kinder und Drogen“ drängten sich bis in den Flur. Wieder hatten die Johanniter-Unfall-Hilfe Niederrhein und die Kinderklinik eingeladen. Unter dem Titel „Schlucken, rauchen – Hauptsache, es knallt“ informierten Experten der Kriminalpolizei, des Landeskriminalamtes, der Kinderklinik und der Ambulanz sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik Viersen zum Thema.

Besonders der ausführliche, hochspannende Vortrag von Hellmut Mahler (LKA) fesselte die Zuhörerinnen und Zuhörer. Er berichtete von einem wahnwitzigen Wettlauf: Immer neue Designerdrogen kommen auf den Markt, immer neue Substanzen mit unbekannter Wirkung sowie neue Zusammensetzungen finden sich in den Tütchen, die allzu leicht beschafft werden können - „legal“. Die „Legal Highs“ fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Ja selbst die Produktion ist dank der Bestellungen von Substanzen per Internet äußerst leicht gemacht. Insiderwissen gebe es nicht mehr, alles sei in Internet-Foren nachzulesen. „Wir werden überrollt von rauchfähigen Designerdrogen“, sagte Mahler: So wirken sie besonders schnell. Er beschrieb anschaulich die Wirkung dieser und anderer synthetischer Drogen oder die durch Zusätze gesteigerte Wirksamkeit von Cannabisprodukten, die mit dem Joint, der vor 30 Jahren geteilt wurde, nichts mehr gemein hat.

Zerstörerisch wie die Designerdrogen kann auch der Alkohol, die akzeptierte Droge, wirken. Dr. Guido Engelmann, Chefarzt der Kinderklinik (siehe Foto), berichtete, dass die Zahl der nach Alkoholmissbrauch stationär aufgenommenen Kinder und Jugendlichen nicht zurückgehe. Das „Komasaufen“ liegt nach wie vor im Trend. Dr. Jamani Quader aus der Kinderklinik fasste es kurz zusammen: „Ein Medikament mit diesen Wirkungen würde niemals zugelassen.

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