HNO-Klinik

Geschichte der HNO-Klinik

Ordinationszimmer 1921

Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde hat am Lukaskrankenhaus eine lange Tradition! Schon lange vor Gründung der hauptamtlichen Hals-Nasen-Ohren-Klinik war am Lukaskrankenhaus in Neuss die Möglichkeit einer stationären Behandlung für Patienten mit Hals-Nasen- und Ohrenkrankheiten geschaffen worden: Bereits 1923 wurden von den insgesamt 252 Krankenhausbetten sechs HNO-Betten für Männer und vier für Frauen reserviert. Die Leitung für diese 10 Betten-Belegabteilung übernahm Dr. Gerhard Grevers. Die Einrichtung dieser HNO-Belegabteilung war damals sehr modern, denn immerhin gab es die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und damit den Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde erst seit 1921. Dr. G. Grevers leitete die Abteilung bis 1935 und gründete dann im damals zentral gelegenen Herz-Jesu-Krankenhaus in der Nähe seiner Praxis eine zweite HNO-Belegabteilung.

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In den folgenden 32 Jahren wurden die HNO-Betten im Lukaskrankenhaus von Dr. Wilhelm Lücke, Dr. Wilhelm Kaltenhoff und Dr. L. Girschik (als Nachfolger von Dr. Lücke) betreut.

1967 übernahm der Sohn von Dr. Gerhard Grevers - Dr. Heinz Grevers - die HNO-Betten als Belegarzt, die zunächst noch an verschiedenen Orten der Klinik verteilt waren. Der „Pillenknick“ führte dazu, dass die Betten der 1967 fertig gestellten Kinderklinik mit 206 Betten nur zu 60% ausgelastet waren, so dass sich die Möglichkeit ergab, in den Räumen der Kinderklinik eine moderne HNO-Belegabteilung Abteilung zu etablieren. Da ein Belegarzt damals nur maximal 20 Betten haben durfte, andererseits ein großer Bedarf an HNO-Betten bestand, beantragte die Gattin von Herrn Dr. Grevers - Frau Dr. Gerta Grevers – ebenfalls 20 Belegbetten, so dass die damals größte Belegabteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in den Räumen der Kinderklinik entstand. Im Laufe der Jahre praktizierten über 20 Fachärzte aus verschiedenen großen HNO Kliniken in der Belegabteilung des Lukaskrankenhauses um sich auf ihre eigene Niederlassung und Gründung eigener Belegabteilungen vorzubereiten. Die berufliche Tradition der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in der Familie Grevers wird fortgeführt durch Tochter und Sohn, die in Neuss bzw. Starnberg praktizieren.

Die rasche Weiterentwicklung des Hals-Nasen-Ohren Faches, insbesondere die stark gestiegenen Anforderungen an die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde als chirurgisches Spezialgebiet machte es dann erforderlich, die Belegabteilung in eine hauptamtliche Klinik umzuwandeln. Aufbau und Leitung dieser Klinik übernahm am 01.01.1984 Prof. Dr. Hans-Jürgen Schultz-Coulon, der von seiner zwölfjährigen Tätigkeit als leitender Oberarzt an der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover zwei Facharztanerkennungen, nämlich die für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie und die für Stimm- und Sprachheilkunde (Phoniatrie und Pädaudiologie) mitbringen konnte. Dadurch konnte die neu geschaffene Hals-Nasen-Ohrenklinik das gesamte Spektrum des Hals-Nasen-Ohren Fachgebietes abdecken und erhielt entsprechend eine sehr lange und etwas umständliche Bezeichnung: Klinik für Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, plastische Operationen, Phoniatrie und Pädaudiologie.
Prof. Dr. H.-J. Schultz-Coulon leitete die Klinik bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2008 und machte Sie zu einer überregional renommierten Institution. Einen besonderen Schwerpunkt erhielt die Klinik durch die von Prof. Dr. H.-J. Schultz-Coulon entwickelte Operationsmethode zum Verschluss von Defekten der Nasenscheidewand. Bis heute wurden über 700 dieser Operationen in Neuss durchgeführt – keine andere Klinik in Europa hat vergleichbare Zahlen. Weitere Spezialgebiete waren die Versorgung von Erkrankungen von Kehlkopf und Luftröhre (Laryngotrachealplastik) im Kindesalter und die Tumorchirurgie mit funktions-wiederherstellenden plastischen Maßnahmen (z.B.: „mikrovaskuläre Unterarm- oder Dünndarmlappen“). In den 24 Jahren seiner Klinikführung wurden in Neuss 24 Ärzte zu HNO Fachärzten ausgebildet (16 weitere setzten ihre Ausbildung in anderen Kliniken fort), 8 Ärzte wurden promoviert, es erschienen 89 wissenschaftliche Publikationen. Prof. Schultz-Coulon richtete 2004 als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Hals-, Nasen-, Ohrenheikunde, Kopf- und Halschirurgie die 75. Jahresversammlung der Gesellschaft in Bad Reichenhall aus und etablierte die jährliche Fortbildungsveranstaltung „Neusser HNO Kolloquium“ - mittlerweile die nach dem Westdeutschen HNO Kongress am besten besuchte Fortbildungsveranstaltung in NRW mit insgesamt mehr als 120 Referenten aus dem In- und Ausland.

Vom Mai bis August 2008 war Herr Dr. Thoralf Stange (leitender Oberarzt) kommissarischer Chefarzt der Klinik. Durch sein Engagement konnte insbesondere die plastische und ästhetische Chirurgie sowie die funktionserhaltende Tumorchirurgie ausgebaut werden.
Am 01.08.2008 übernahm Privatdozent Dr. Andreas Neumann, bis dahin leitender Oberarzt an der HNO-Klinik der Ruhr Universität Bochum, die Leitung der Klinik.

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Nach nur etwa eineinhalbjähriger Bauzeit hat die HNO-Klinik am 01. Mai 2012 ihre neuen Räumlichkeit in dem an das Haupthaus angeschlossenen Neubau bezogen.

Chefarzt Neumann

Chefarzt Prof. Dr. Andreas Neumann

Chefarzt seit 01. August 2008

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